Paraguay und seine Besonderheiten
Paraguay liegt mitten im Herzen von Südamerika. Ist ein von der Sonne verwöhntes Land. Die Landschaft ist das ganze Jahr über grün und zu jeder Jahreszeit blüht etwas, selbst im Winter.
Das Guarani-Wort „para“ bedeutet Quelle oder Fluss. „ Para-qua-y“ (übersetzt: Quelle des Meeres) wird jener Strom genannt, der das Land von Norden nach Süden durchquert.
Als Amtssprache in Paraguay gelten Spanisch (Castelano) bzw. Guarani. Guarani ist die Sprache der Ureinwohner und wird noch heute von über 80% der Bevölkerung gesprochen. „Tranquilo“ (ruhig, langsam, gelassen) bestreitet man (und auch Frau) hier den Tag, egal ob bei der Arbeit oder zu Hause, Stress ist für dieses Volk eigentlich ein Fremdwort. Die Paraguayer sind gesellige, fröhliche Menschen und feiern die Feste gerne wie sie fallen.
Zu dieser Gelegenheit wird auch zumeist ein Asado (kommt von asar = braten) bereitet. Dies besteht aus gegrilltem Fleisch und dazu gibt es gekochten Maniok. Das Fleisch wird immer auf einem Holzfeuer und am besten auf einem drehenden Spieß gegrillt. Ganz egal ob auf einem privaten Fest oder bei öffentlichen Veranstaltungen, ein Asado oder Asaditos (kleine Grillspieße) dürfen dabei nicht fehlen.
Besonders gerne trifft man sich bei den Jineteadas. Das sind Reiterfestspiele. Hier geht es um die Zurschaustellung der schönen, geschmückten Pferde und um das Können der Reiter. Pferde sind überhaupt ein wichtiger Bestandteil im Leben der Paraguayer. Zum Treiben der Rinder, als Fortbewegungsmittel, als Lastenträger und als Zugtier vor den kleinen Caretas (Holzkarren), gehören sie zum alltäglichen Bild in Paraguay.
Fast überall und zu jeder Tageszeit sieht man die Paraguayer mit einer Guampa (kleines Gefäß aus unterschiedlichem Material) in der Hand und durch das darin steckende Röhrchen (Bombilla) ihr Lieblingsgetränk schlürfend. Es ist ein Teegetränk aus der hier auch angebauten Yerba und wird zumeist im Frühjahr, Sommer und Herbst eisgekühlt als Tereré über den ganzen Tag verteilt getrunken, oder auch an den wenigen kalten Tagen und vor allem morgens, mit heißem Wasser aufgegossen als Mate. Eine spezielle Variante des Mates ist der so genannte „cocido con azucar“, aber auch der „cocido quemado“. Nur selten sieht man einen Paraguayer alleine Tereré trinken. Viel lieber sitzt man gesellig im Kreis. Wobei zumeist der Jüngste in der Runde das Einschenken übernimmt. Die Guampa wird reihum gegeben.
Paraguay ist ein Land der „Tante Emma Läden. In diesen kleinen Läden erhält man die Dinge des täglichen Bedarfs. In manchen bekommt man auch eine Kleinigkeit zu Essen und etwas zu Trinken. Zu den Lieblingsimbissen gehören z.B. Empanadas, das sind in Fett gebratene Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen, wie Hackfleisch-Ei oder Schinken-Käse, oder Milanesa, paniertes Rinderschnitzel auf einem Brötchen, oder Pancho, das ist das Gleiche wie ein Hot Dog. Chipas (Maisbrötchen) bekommt man an jeder Ecke und sie gehören wie Maniok (eine Art Süßkartoffel) und Sopa (Maiskuchen) und immer wieder Fleisch zu den Grundnahrungsmitteln der Paraguayer. Europäische Gaumen können sich verwöhnen lassen mit Chipa guasú, einen speziellen Maiskuchen, und mit köstlichen Palmenherzen. |